In den letzten Monaten habe ich selten Pasta gekocht. Angefixt durch neue Kochbücher, unter anderem von Cettina Vicenzino und Mateo Zielonka, hatte ich aber mal wieder richtig Lust auf ein unkompliziertes, schnelles Pastamahl.
Optimalerweise ist die Sauce fertig, wenn die Nudeln gar sind. Ich stelle also den Nudeltopf auf den Herd und koche die Pasta nebenher, während in der Pfanne die Sauce brutzelt oder blubbert.

Diese Woche war die Hauptzutat ein Impulskauf – kennt ihr sicher auch, oder? Man läuft vorbei, denkt „Oh lecker, das hatte ich lange nicht!“ und zack ist es im Einkaufskorb. So ging es mir mit den pikanten Würsten. So was kaufe ich eher selten, aber manchmal kommt Fleischeslust.
Man kann hier auch gut Brät von Merguez nehmen, die sind auch pikant und passen sehr gut. Meine Feuerwürste waren fester, eher wie feinere Bratwürste, aber passten auch gut.

Ich hatte sogar frische Erbsen auf dem Markt bekommen! Das war glaube ich das erste Mal, dass ich frische Erbsen gepult habe – so schön! Ihr könnt natürlich auch TK-Erbsen nehmen. Notfalls sogar welche aus dem Glas, die sind dann aber halt nicht so knackig.
Rezept:
Für 2 große Portionen:
200 g Pasta, zum Beispiel Spirelli
100 g frische Erbsen
4 Feuerwürste
2 Knoblauchzehen
2 große Strauchtomaten
½ Bund glatte Petersilie
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Wasser für die Pasta aufsetzen, salzen und die Nudeln hineingeben, sobald es kocht. Die gepulten Erbsen in ein Sieb geben und einige Minuten ins kochende Pastawasser hängen. Dann kalt abschrecken und beiseitestellen.
(Alternativ mit wenig Wasser im Topf oder der Pfanne dünsten, bis sie bissfest sind, dann den Rest wie beschrieben zubereiten.)
Eine große Pfanne erhitzen. Die Feuerwürste in Scheiben schneiden und bei mittlerer Hitze ohne zusätzliches Fett braten, bis sie leicht bräunen und etwas Fett austritt. Den Knoblauch hacken und dazugeben, dann die Tomaten entkernen und klein würfeln. Sie sollen nur kurz warm werden, also einmal durchschwenken.
Die fertige Pasta abgießen, mit den Erbsen zur Sauce geben und alles vermischen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit gehackter Petersilie bestreuen, einem Faden Olivenöl beträufeln und servieren.

Wer es sauciger mag, kann auch noch etwas Pastakochwasser mit Tomatenmark verrühren, würzen und das unterrühren. Ich bin eigentlich ein Saucenmensch, aber hier fand ich es perfekt, dass man die einzelnen Zutaten geschmeckt hat, die pikante Wurst, die Süße der Erbsen, die frische Säure der Tomate.
Viel Freude beim Kochen und Schlemmen!
Eure Judith






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