Buchweizenbrot

Diese Woche gibt es noch mal Buchweizen. Nachdem ich schon die Buchweizen-Cookies aus dem Buch „Zu Gast in der Bretagne“ nachgebacken hatte, wollte ich auch noch das Buchweizenbrot ausprobieren. Das besteht nur aus 3 Zutaten plus Saaten nach Belieben und ist wirklich einfach zu machen! Nur Zeit braucht man ein bisschen, denn zuerst heißt es „einweichen“, dann: „fermentieren“.

Heraus kommt ein Brot mit schönen Luftlöchern, innen feucht aber nicht nass und außen knusprig. Der Name Buchweizen täuscht: er ist ein Pseudo-Getreide. Dafür enthält er aber viele gesunde Nährstoffe! Viele Ballaststoffe, 10-14 g Protein, alle essentiellen Aminosäuren, Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen, Zink, Selen, Kupfer,… Es gibt viele spannende Studien zu Buchweizen. Beispielsweise soll er unter anderem die Cholesterinausscheidung über die Galle fördern, die Insulinsensibilität verbessern, entzündungshemmend sein und die Leber schützen. Nur bildet er viel Harnsäure, ist also bei entzündlichen Gelenkerkrankungen nur in Maßen genießbar.

Ich liebe Buchweizen. Zum einen, weil ich Galettes aus der Bretagne/Normandie sehr mag, aber auch, weil Backwaren mit Buchweizen eine ganz besondere, eigene Note erhalten. Und wenn jemand mitisst, der Gluten nicht verträgt, ist Buchweizen immer eine tolle Sache.

Wer mal wieder Lust auf herzhafte Crêpes hat, mag vielleicht mal Galettes ausprobieren. Ob mit klassischer Füllung aus Ei, Schinken und Käse oder in vegetarischer Variante – die herzhaften Crêpes sind einfach köstlich! Und als Nachtisch wären doch Buchweizen-Cookies mit Schokolade oder ein südtiroler Apfelkuchen passend!

Aber hier erstmal das super einfache, glutenfreie Brot:

Rezept:

Für 1 Kastenform (30 cm):
500 g heller Buchweizen (nicht geröstet)
1 EL Salz
Saaten zum Bestreuen (optional)

Den Buchweizen in eine große Schüssel geben und mit reichlich Wasser bedecken. 8 Stunden einweichen lassen.

Den Buchweizen gut abtropfen lassen, aber nicht abspülen. Die eingeweichten Körner in einen Mixer geben, 200–250 ml Wasser und das Salz zufügen. Alles zu einer glatten, relativ flüssigen Masse pürieren.

Den Teig in eine große Schüssel oder ein großes, sauberes Glasgefäß füllen. Locker abdecken (z. B. mit einem Tuch oder einem lose aufgelegten Deckel) und mindestens 8 Stunden und bis zu 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.

Der Teig ist fertig fermentiert, wenn kleine Bläschen aufsteigen und ein zarter, leicht säuerlicher Fermentationsduft entsteht. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen.

Den fermentierten Teig hineingießen. Die Oberfläche mit Saaten bestreuen.

Im auf 180 °C vorgeheizten Ofen 60–75 Minuten backen, bis das Brot leicht aufgegangen ist und eine goldene, feste Kruste hat.

Das Brot aus der Form nehmen und vollständig auf einem Gitter auskühlen lassen.

Ich finde ja, frisch gebackenes Brot schmeckt am allerbesten mit Butter! Die erste Amtshandlung, nachdem ich ein Brot aus dem Ofen hole, ist also, die Butter aus dem Kühli zu nehmen. Denn es gibt nichts schlimmeres als kalte, harte Butter auf frischem, noch leicht warmem Brot – sie lässt sich einfach nicht verstreichen. Aber zimmerwarm auf frischem Brot…himmlisch!

Am liebsten mag ich das knusprige Ende, bei uns in der Pfalz „Knerzel“ genannt. Wie heißt es bei euch?

Viel Spaß beim Nachbacken und Knuspern!

Eure Judith

21. Mai 2026

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