„Zu Gast in der Bretagne“ von Verena Mayer & Andrea di Lorenzo

Ein weiteres Buch zum Wegträumen. Heute geht es in die Bretagne, an die ich sehr schöne Erinnerungen habe. Nach dem Abi lud mich meine Freundin aus Paris ein, mit ihrer Mutter und ihr für 3 Wochen dorthin zu fahren. Eine Woche waren wir im Süden, zwei Wochen im nördlicheren Landesinneren bei ihren Großeltern. Selten habe ich so gut gegessen. Die Großeltern hatten einen Gemüsegarten, Hühner, sogar eine eigene Boulebahn. Großvater machte selbst Cidre. Es waren herrliche Wochen.

Umso mehr bekam ich Fernweh, als ich das neue Callwey-Buch durchblätterte. Die Bretagne ist eine besondere Region. Die Küstenlinie ist so lang wie die Strecke Berlin-Lissabon und dementsprechend reich an Fisch und Meeresfrüchten ist die Küche. Besonders ist auch das Licht dort, das die Küste und Landschaft noch schöner macht.

Im Vorwort steht: „Das keltische Erbe mit eigener Sprache, Mythen und Traditionen prägt das Selbstverständnis der Menschen. Gleichzeitig geht der Blick nach vorn: Die Region ist dynamisch, kreativ, voller Energie.“

Das spürt man beim Schmökern. So viele junge Leute, die die Welt gesehen haben, aber dann in die Bretagne zurückkehren – oder dort landen, weil die Produkte so vielfältig und hochwertig sind und dort ein ruhigeres Leben mit Anbindung an die Natur möglich ist.

Inhalt

Das Buch gliedert sich in 4 Kapitel plus Intro und Serviceteil, sowie Register und Impressum.

Die 4 Kapitel sind an die 4 Regionen der Bretagne angelegt, die zu Beginn vorgestellt werden und aus denen jeweils mehrere Gastgeber mit ihren Rezepten vorgestellt werden, abgerundet mit einer Seite „Geheimtipps & Wissenswertes“.

Kostprobe?

Alles sieht so lecker aus! Bei den Muschelgerichten bin ich zwar raus, die mag ich nicht, aber ansonsten würde ich fast alles kosten!

Zum Beispiel „Tempura-Jakobsmuscheln & Salicorne-Tzatziki“ (diese Muscheln zählen bei mir lustigerweise zu „Fisch“) oder die „Empanada mit Sommergemüse, Zucchini & schwarzem Rettich“. Spannend auch der „Rote Thunfisch, Wassermelonen-Gazpacho & Timut-Pfeffer“.

Spannend klingen auch die Desserts. Etwa „Parfait, confierte schwarze Oliven & Lemon Curd“ oder die „Buchweizen-Schokoladen-Cookies“, die ich bald mal nachbacken möchte. Aber auch „Weicher Apfel-Clafoutis mit Karamelleis“.

Viele Gerichte sind sogar vegetarisch, das Buch ist also nicht so fisch-lastig, wie man vielleicht erwarten würde, sondern sehr vielseitig.

Typische Zutaten sind in der Bretagne übrigens Butter, gesalzene Butter, Butter, … aber auch Buchweizen (zum Beispiel in Galettes, den Buchweizen-Crêpes, aber auch vielem anderen) und grundsätzlich Milchprodukte wie überall in der französischen Küche.

Was ich nicht wusste: in der Bretagne gibt es sogar eine Schule, wo man eine kurze Ausbildung zum Crêpier machen kann! Oder man kann dort die hohe Kunst des perfekten Waffelbackens lernen, oder des Quiche- und Tartebackens.

Auf jeden Fall ist diese Region ein Paradies für Genießer und Entdecker, denn es gibt viele kreative junge Leute, die aus den lokalen Ressourcen spannende Dinge entwickeln. Ich habe große Lust bekommen, mal wieder hinzufahren – und vielleicht sogar einen Crêpekurs zu belegen.

Euch wünsche ich viel Spaß beim Schmökern, Träumen und Nachkochen!

Alles Liebe,

eure Judith

8. Mai 2026

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