Erdbeerzeit! Ich liebe die Beerenzeit, die mit Erdbeeren ihren Anfang nimmt. Da kann ich nie genug von kriegen. Und natürlich wird auch damit gebacken oder es gibt Desserts damit, zum Beispiel dieses feine Schichtdessert.
Mir schwebte eine Art Matcha-misù vor, aber mir fiel nichts ein, womit ich den Matchateig hätte tränken können. Simpler Rum würde sicher gehen oder ein Limoncello – hatte ich aber in dem Moment nicht da. Aber auch so schmeckt das Dessert lecker und ist vor allem auch kindertauglich.
Ich habe das gleiche nochmal mit Hefekuchenresten gemacht: einfach dünne Scheiben schneiden und mit Sahnejoghurt oder geschlagener Sahne und Erdbeerscheiben schichten. Wer mag, tränkt den Teig.

Diese Variante finde ich aber besonders schön, allein wegen der Farbe. Rote Erdbeeren, grüner Matchateig, weiße Creme. Joghurt oder Sahnejoghurt ist natürlich etwas leichter als Sahne oder Sahne-Mascarpone-Mix wie im Tiramisù. Ich mochte Sahnejoghurt am liebsten.
Vom Teig wird vermutlich was übrig bleiben, aber dann kann man am nächsten Tag die Reste verarbeiten und nochmal Schichtdessert machen, oder man isst sie einfach so.
Rezept:
Für 4 Portionen:
TEIG:
80 g Dinkelmehl
1 TL Backpulver
30 g gemahlene Mandeln
1 Prise Salz
125 ml Milch oder ungesüßte Pflanzendrink (Reis oder Mandel)
1–2 TL Matchapulver oder 10 Tropfen grüne Lebensmittelfarbe
100 g weiche Butter
70 g Kokosblütenzucker/Zucker
2 Eier
70 g Dinkelvollkornmehl
DESSERT:
500 g Sahnejoghurt/400 g geschlagene Sahne
1 Schale Erdbeeren, geputzt
Zartbitter-Schokoladenblättchen (mit Dattelzucker)
4 kleinere ganze Erdbeeren zum Garnieren
Für den Teig alle trockenen Zutaten vermengen.
Die Milch mit Matcha oder der Lebensmittelfarbe einfärben, bis sie knallig grün ist.
Mit dem Handmixer die Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Die Eier nach und nach dazu geben und gut unterrühren. Dann die Mehlmischung und die Flüssigkeit abwechselnd auf niedriger Stufe unterrühren.
Den Backofen auf 160 °C Umluft vorheizen. Den Teig gleichmäßig auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen. 5–10 Minuten backen, bis der Teig fest ist und beginnt, Farbe zu nehmen.
Abkühlen lassen und dann mit einem Servierring oder einem Glas Kreise ausstehen, die in die Dessertgläser passen.
Die Erbeeren in Scheiben oder Würfelchen schneiden. Nach Belieben mit etwas Rum oder Limoncello marinieren. Wer mag gibt einen Hauch fein gehackte Minze oder etwas Zitronenabrieb dran.
Dann eine Schicht Kuchen auf den Boden der Gläser geben, nach Belieben leicht tränken, dann einen Klecks Sahnejoghurt darüber geben und verstreichen. Erdbeeren darübergeben und in dieser Reihenfolge weitere Schichten machen, bis das Glas voll ist.
Schokolade (es gehen auch Späne von Blockschokolade) darüberstreuen und eine Erdbeere dekorativ in die Mitte setzen. Bis zum Servieren kühl stellen.

Natürlich kann man auch mit trockenen Keksen oder anderen Kuchenresten solch ein Schichtdessert machen. Da sind der Fantasie wieder keine Grenzen gesetzt. Ich mag die Kombi mit Matcha aber super gerne, wie man am Chia-Pudding mit Matcha und Erdbeeren sehen kann, den ich vor einem Jahr gepostet habe.
Viel Freude beim Nachbacken, Schichten und Vernaschen!
Eure Judith






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