Ostern mal indisch: Käsekuchen mit Karotte & Grieß

Da Ostern immer näher rückt, möchte ich heute mal noch meine indisch inspirierte Version eines Käsekuchens teilen, der in meiner Familie schon ewig zum Standardrepertoire gehört. Den Käsekuchen mit Grieß und Zitrone habe ich neulich mit Karotten, Rosinen und Gewürzen angereichert. Die Idee bekam ich durch das intensive Schmökern eines indischen Kochbuchs für den indischen Abend, den ich neulich für Freunde organisiert habe.

In Indien gibt es ja ein Karottendessert, für das Karotten geraspelt und ganz lange geköchelt werden, wodurch das Gericht seine Süße erhält. Ein Dessert, das ich auch für meine Gäste gekocht habe, ist ein buttriger Grießbrei mit Gewürzen, Rosinen und Mandeln.
Beides habe ich im Käsekuchen kombiniert und Naschkater und ich waren so begeistert, dass der Kuchen keine zwei Tage überlebte – ohne Gäste, wohlgemerkt.

Wer also an Ostern oder auch nur bei Käsekuchenhunger mal etwas Besonderes ausprobieren möchte und die indische Küche mag, für den ist dieser Kuchen sicher eine Köstlichkeit. Mein Pa wird hier sicher dankend ablehnen – indisch ist gar nicht sein Ding und Käsekuchen mag er lieber klassisch. Aber auch für solche Naschkatzen und -kater gibt es hier auf dem Blog ja viele feine Möglichkeiten.

Rezept:

Für 1 Springform (Ø 26 cm):
200 g Karotte, grob gerieben
4 Eier, getrennt
100 g Butter
100 g Zucker
1 EL Vanillezucker
½ Päckchen Backpulver
4 gestr. EL Grieß
1 gestr. TL Kardamom, gemahlen
1 gestr. TL Zimt, gemahlen
2-3 EL Rosinen
500 g Magerquark
250 g Quark 40% Fett
150 g Schmand
Fett und Gries für die Form

Die Form fetten und mit Grieß ausstreuen. Die Karottenraspeln in einen Topf geben, einen Schuss Wasser angießen und bei starker Hitze unter ständigem Rühren dünsten. Wenn das Wasser fast verkocht ist, noch kurz den Deckel auflegen und den Herd ausschalten. Es reicht, wenn die Karotten bissfest sind. Dann abkühlen lassen.
Backofen auf 180 °C vorheizen. Eiweiß zu Schnee schlagen.
Butter, Zucker, Vanillezucker, Gewürze und Eigelbe schaumig rühren. Grieß mit Backpulver vermischen und einrühren, dann den Quark und den Schmand sowie die Karotte und die Rosinen untermischen. Zum Schluss den Eischnee unterheben.
Den Teig in die Form geben, glatt streichen und 40 Minuten backen. Abkühlen lassen.
Nach Belieben mit etwas Puderzucker bestreuen und mit österlicher Deko oder Schoko-/Marzipankarotten verzieren.

Ich wünsche euch schon mal ein erholsames und sonniges Osterwochenende! Macht euch schöne und genussvolle Tage!
Eure Judith

17. April 2019

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das könnte dich auch interessieren:

Nektarinen-Pfannkuchen

Nektarinen-Pfannkuchen

Südlich von Freiburg im Breisgau in einem kleinen Weindorf gibt es beim Bahnhof eine Gaststätte mit hervorragendem Koch. Rieles Rebstock ist wirklich eine Fahrt wert. Allerdings sollte man reservieren, denn es ist nicht immer offen und kann gut besucht sein, denn...

Knusper-Schoki mit Reis-Crispies, Pistazien & Tahin

Knusper-Schoki mit Reis-Crispies, Pistazien & Tahin

Nein, meine Sesam-Phase ist noch immer nicht vorbei. Ich nutze Sesam und Tahin, wann immer ich es irgendwo reinmogeln kann – und wenn es nur schwarze und weiße Sesamkörner zur Deko sind. Ich finds einfach zu hübsch. Bei dieser Knusper-Schoki habe ich nur ein bisschen...

Zitronen-Amaretti

Zitronen-Amaretti

Diese Woche habe ich neues Lesefutter vorgestellt. Diese Amaretti stammen aus „Sardinien. Das Kochbuch“ und mit ihrem Zitronenaroma schmecken sie nach Sommer und Süden. Die Kekse sind ganz einfach zu machen. Ich habe sogar die Mandeln selbst gemahlen, deshalb wurden...