Tapioka-Crêpes mit Banane

Neulich habe ich eine Entdeckung gemacht, von der Naschkater und ich noch immer ganz begeistert sind. Eigentlich wollte ich nur mal wieder Reste aufbrauchen. Irgendwann hatte ich mal Tapiokamehl gekauft, um mit glutenfreien Alternativen zu experimentieren. Der Rest davon lag dann ewig herum und vor einer Woche beschloss ich, daraus Pfannkuchen zu backen.

Also bereitete ich einen Crêpeteig zu und war absolut überrascht, wie knusprig das Ergebnis ausfiel! Obwohl nur wenig Öl im Teig war und in der Pfanne gar kein zusätzliches Fett, sahen die Crêpes aus wie frittiert. Naschkater war im Himmel.

Kurz danach backte ich noch einmal das gleiche Rezept, gab jedoch nur Wasser in den Teig statt Sojamilch und außerdem – schweeeerer Fehler – Kakaopulver. Der Teig war so klebrig, dass ich kaum Pfannkuchen backen konnte. Genießbar waren sie schon gar nicht.

Dann machte ich heute noch einmal drei Teige: Einen mit Wasser, bei dem mir die Pfannkuchen wieder misslangen, einen mit Soja-Reis-Milch und 1 zusätzlichen Löffel Maisstärke und einen nur mit Soja-Reis-Milch, ohne Stärke. Die Pfannkuchen aus den zwei letzten Varianten ließen sich super backen und wurden wie beim ersten Mal – wunderbar knusprig und hauchdünn.

Also ist dieses Rezept definitiv eines, bei dem man nicht allzu viel experimentieren sollte. Nehmt am besten entweder Soja-Reis-Milch wie ich oder reine Sojamilch (die hatte ich beim ersten Mal). Dann sollte knusprigem, veganem und glutenfreien Frühstücksgenuss nichts im Wege stehen.

Rezept:

Für 2 Personen:
140 g Tapiokamehl
¼ L Soja-Reis-Milch (oder Sojamilch)
1 EL Rapsöl
1 Prise Salz
(1 TL Zimt)

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen verrühren.
Eine Crêpepfanne (oder eine beschichtete, glatte Pfanne) erhitzen und dann etwas Teig hinein gießen. Die Pfanne dabei schwenken, sodass sie vollständig von Teig bedeckt wird. Wenn zuviel in der Pfanne landet, kann man nach dem Schwenken den überschüssigen Teig wieder in die Schüssel zurück gießen. Sobald der Crêpe sich von der Pfanne löst und Farbe bekommt, einmal wenden und auf der anderen Seite leicht bräunen lassen. Eventuell mehrmals wenden, die Crêpes bräunen sehr schnell, sollten aber ganz knusprig werden.
Auf diese Weise alle Crêpes knusprig backen(der Teig ergibt ca. 6-7 Crêpes) und nach Belieben füllen oder bestreichen.

Sehr gut schmeckt eine Füllung aus Banane, aber man kann auch dünn Nugatcreme oder Marmelade darauf streichen und die Crêpes einrollen oder hübsch einklappen.

Tapioka wird übrigens aus der Maniokwurzel gemacht. Manche erinnern sich vielleicht noch an die merkwürdige Mode des bubble teas. Die bubbles sind ebenfalls aus Tapioka gemacht.

Ich futtere jetzt mal meine Fotomodelle auf und backe dann vielleicht noch eine zweite Runde frische Crêpes für Katerchen.
Euch wünsche ich ein wunderschönes Wochenende, habt genussvolle Tage!
Eure Judith

Andere Frühstücks-Ideen gefällig? Dann schaut doch mal meine Buchweizen-Dinkel-Pancakes mit Beeren und Ahornsirup an oder die Low Carb Pancakes aus Cottage cheese mit Banane und Zimt.

13. April 2019

6 Kommentare

  1. Torsten

    Perfekter Snack für meine Tochter, die Gluten nicht so gut verträgt. Sehr lecker und einfach zuzubereiten

    Antworten
    • Naschkatze

      Das freut mich sehr, lieben Dank für deinen Kommentar, Torsten! Nach meiner Darmkur, bei der ich glutenfrei essen sollte, weiß ich, wie nervig das Gluten-Thema sein kann! GLG

      Antworten
    • Naschkatze

      Apfel und Maronen sind natürlich auch klasse! Tolle Herbstkombi!

      Antworten
  2. Geiberuam

    Hallo Naschkatze , meinst du Tapiokastärke oder Maniokmehl?
    Danke! Geiberuam

    Antworten
    • Naschkatze

      Hallo Geiberuam, ich habe Tapiokastärke gekauft, wobei Tapioka ja meines Wissens aus Maniok hergestellt wird, weshalb es vermutlich fast das selbe ist. Gutes Gelingen und frohes Naschen! GLG Judith

      Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das könnte dich auch interessieren:

Erdbeer-Matcha-Schichtdessert

Erdbeer-Matcha-Schichtdessert

Erdbeerzeit! Ich liebe die Beerenzeit, die mit Erdbeeren ihren Anfang nimmt. Da kann ich nie genug von kriegen. Und natürlich wird auch damit gebacken oder es gibt Desserts damit, zum Beispiel dieses feine Schichtdessert. Mir schwebte eine Art Matcha-misù vor, aber...

Buchweizen-Cookies mit Schokolade & Walnuss

Buchweizen-Cookies mit Schokolade & Walnuss

Diese Woche gibt es bretonisch inspirierte Naschware. Das Rezept stammt aus dem Buch „Zu Gast in der Bretagne“. Mit der Bretagne verbinde ich schöne Erinnerungen aus meiner Jugend. Nach dem Abi habe ich 3 Wochen dort verbracht und mich mit meiner Austauschpartnerin...

Quarkies nach russischer Art (Syrniki)

Quarkies nach russischer Art (Syrniki)

Vorletzte Woche war ich eine Freundin in Halle an der Saale besuchen. Wir kennen uns aus dem Studium in Heidelberg, aber da sie mit Mann und Kindern schön und bezahlbar wohnen wollte, verschlug es sie in den Osten. Sie schwärmte sehr von ihrer neuen Stadt und nach dem...