Außen knackig, innen saftig: Schnelle „soda buns“ mit Vollkorn

Sodabrötchen m. Vollkorn (3)Selbstgebackenes Brot schmeckt einfach am besten! Das denke ich mir immer wieder, wenn ich mir dann mal die Zeit nehme und der Duft durch die Wohnung zieht. Ein frisches Brötchen aufbrechen und noch warm probieren, am besten mit ein bisschen Butter drauf… herrlich!
Natürlich braucht es etwas mehr Zeit, als im Supermarkt schnell ins Regal zu greifen. Dafür weiß man dann aber auch, was drin ist. Und man hat einen unvergleichlich guten Duft in der Wohnung, der allein schon glücklich macht.Außerdem gibt es auch schnelle Varianten, bei denen man keine drei Stunden Wartezeit hat, wie bei Hefeteigen. Eine davon ist das sodabread, das vor allem in Irland sehr verbreitet ist. Meine Freundin Natalie schwärmte mir seit ihrer ersten Irlandreise davon vor und vielleicht fiel mir deshalb das Rezept für diese Brötchen ins Auge.

Sodabrötchen m. Vollkorn (2)Sie sind wahnsinnig schnell gemacht und schmecken großartig! Die Kruste ist richtig knusprig und innen sind sie schön saftig. 60% sind Vollkornmehl, was ich natürlich umso besser finde und man kann zwei Handvoll Kerne oder Haferflocken hinein backen, wenn man mag. Das ursprüngliche Rezept ist mit Weizenvollkornmehl, doch ich habe natürlich wie fast immer Dinkel genommen und diesmal sogar einen Teil Roggen.

An dieser Stelle möchte ich unsere drei ausgewanderten Freunde in New York grüßen. Der lieben Renate, die dort angefangen hat, Brot zu backen, weil alles so teuer ist im Big Apple, hatte ich von diesem Rezept bereits vorgeschwärmt. Hier also ist es.
Renate schreibt übrigens einen tollen Blog namens Life Science – Das Leben erforschen auf Roosevelt Island; NYC mit kleinen Geschichten oder Fotos über ihre Erlebnisse im fremden Land, den ich euch hier wärmstens empfehlen möchte. Jeder, der schon einmal in einem fremden Land gelebt hat, wird viele ihrer Anekdoten sicher nachfühlen können und für alle anderen ist es eine amüsante Reise in eine andere Kultur.

Sodabrötchen m. Vollkorn (1)Ich werde gleich noch mal dort vorbei lesen, denn fast jeden Tag gibt es etwas Neues. Hier aber erstmal noch mein Rezept. Nicht wundern – es steht kein soda unter den Zutaten, denn das ist bei uns Natron. Es braucht Säure, um Teige locker zu machen, die hier von der Buttermilch kommt bzw. dem Schuss Essig.

Für 15 Brötchen:
600 g Vollkornmehl (Weizen oder Dinkel)
400 g Mehl (Type 405)
2 TL Salz
1 TL Backpulver
1 TL Natron
500 ml Buttermilch
ca. 300 ml Wasser
1 Schuss Obstessig
50 g Kerne (Kürbis, Sonnenblume, etc.) oder Flocken
½ TL Brotgewürz

Beide Mehlsorten, Salz, Backpulver, Natron, Brotgewürz und die Kerne/ Flocken in eine große Schüssel geben und vermischen. Die Buttermilch leicht erwärmen und mit dem Wasser und dem Essig in die Mitte der Mehlmischung geben. Von der Mitte aus verrühren und nach und nach zu einem Teig kneten. Der Teig sollte weich, aber nicht klebrig sein. Falls nötig etwas mehr Wasser zufügen oder ein wenig Mehl.
Den Backofen 210 Grad Umluft vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier belegen.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und in 15 gleich große Stücke teilen. Diese zu Brötchen formen, aufs Blech legen und mit einem scharfen Messer kreuzweise einschneiden. Etwa 20 Minuten backen.[nurkochen]

Sodabrötchen m. Vollkorn (4)Ich wünsche euch genussvolles Knuspern mit diesen feinen Brötchen und eine gute Zeit!
Eure Judith

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6 Gedanken zu „Außen knackig, innen saftig: Schnelle „soda buns“ mit Vollkorn

  1. Alexandra

    Hallo Naschkatze,
    Ich habe gerade deinen Blog gefunden und finde ihn sehr schön.
    Die Brötchen werde ich bestimmt nachbacken, sie sehen so richtig zum reinbeißen aus.
    Liebe Grüße Alexandra

    Antworten
    1. Naschkatze Artikelautor

      Liebe Alexandra, das freut mich sehr, dass dir mein Blog gefällt! Ich hoffe, du wirst von den Brötchen genauso begeistert sein wie Naschkater und ich und schaust noch oft vorbei!
      Ganz liebe Grüße und hab ein genussvolles Wochenende!
      Judith

      Antworten
  2. Renate

    Hallo Judith,

    die Brötchen sind tatsächlich USA-tauglich, super! Buttermilch habe ich nun hier gefunden, anders als Quark, den man für die anderen Brötchen benötigt, die du einmal vorgestellt hast. Quark ist hier nämlich hier so gut wie nicht erhältlich. Am Ende gibt es natürlich immer alles irgendwie, aber nicht mit einem verhältnismäßigen (Kosten-)aufwand. Etwas Milchiges mit zu verbacken scheint mir jedenfalls vorteilhaft für saftige Brötchen und diese hier sind nun für mich die ersten, die etwas geworden sind!
    Backpulver hatte ich keines zur Hand, deshalb habe ich einfach zweimal Natron/Backing Soda genommen. Ich habe gelesen, der Unterschied zwischen Natron und Backpulver sei vor allem, dass Natron Säure benötigt, um wirksam zu werden!? Buttermilch und Essig haben anscheinend ausgereicht.
    Danke jedenfalls für das Rezept – wieder erfreulich einfach und sehr gut! Ich kann es nur jedem weiterempfehlen! Apropos: Danke dir auch noch, Judith, für die Weiterempfehlung meines Blogs!
    In der Hoffnung auf noch mehr Rezepte, die das Expat-Leben leichter machen, schicke ich viele Grüße nach Freiburg.

    Renate

    Antworten
    1. Naschkatze Artikelautor

      Ach wie super, dass sie USA-tauglich sind! Das freut mich sehr! Hätte ich nicht gedacht, dass so schwierig ist, gewisse Zutaten zu bekommen…andererseits, wenn ich so an meinen Kapstadt-Aufenthalt denke…Da brauchte ich eine halbe Stunde, um in der riesigen Kühltheke die einzige Buttersorte OHNE Salz zum Backen zu finden…
      Liebste Grüße nach New York!

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  3. Krisi von Excusemebut...

    Oh ja in Sodabrot hatte ich mich damals in meinen Urlaub auch total verliebt, das schmeckt aber auch so lecker. Eine tolle Idee einfach Brötchen daraus zu backen. Ein Brot wird bei mir nämlich schnell hart, und Brötchen kann ich einfach einfrieren!Werde ich mir merken und bald backen=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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    1. Naschkatze Artikelautor

      Liebe Krisi, genau das mag ich auch an den Brötchen! Wir frieren auch gerne was für Notfälle ein. =) Ich hoffe, die Brötchen schmecken dir genauso gut wie mir! Berichte doch dann noch mal, wie du sie findest!
      Liebe Grüße! Judith

      Antworten

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