Ab Ende Juli war ich 3 Wochen in Hamburg, eine Wohnung mit zwei Katzen hüten.
So konnte ich in aller Ruhe die Hansestadt erkunden. Lustigerweise war die Schwester des Nachbarn meiner Eltern zeitgleich auch dort, also war ich einige Male mit Alexandra unterwegs. Sie schreibt den Blog „Barstalker“, denn sie hat eine große Leidenschaft für gute Drinks, passioniertes Barhandwerk und testet regelmäßig Bars in aller Welt.

Da ich immer großen Wert auf guten Kaffee lege und Cafés teste, wo immer ich gerade bin, hatten wir natürlich sofort einen Draht.
Zusammen haben wir drei Bars besucht: Karo Karo, Ba Nomu und Drilling. Jede war auf ihre Weise besonders und bietet außergewöhnliche Drinks im Vergleich zu anderen Bars. Wer den Profibericht lesen möchte, surft hier vorbei: Adventures of the Barstalker: Hamburg trinkt. (Text auf Englisch)

Café und Bar – man kann dort auch Kaffee und Kuchen genießen. Die Räume sind sehr stylish gestaltet und man kann schön draußen sitzen. Der Laden liegt an einem Platz mit Bäumen, man blickt also ein bisschen ins Grüne und sitzt sehr ruhig.
Das Team ist super nett und aufmerksam, wie Gastronomen sein sollten.
Wer Ingwerschärfe mag, sollte unbedingt den Karo Karo Mule Mule bestellen (Makrut lime infused Fords Gin, lime, yuzu sake, mastika, ginger beer).

Direkt in der Innenstadt, nicht weit vom Jungfernstieg und Rathaus entfernt. Von außen unscheinbar, aber drinnen gibt es tolle und wirklich außergewöhnliche Drinks von einer Barkeeperin, die weiß, was sie tut. Nicht ohne Grund nimmt sie sogar an Wettbewerben teil. Da ich mich nicht entscheiden konnte, sagte ich, was ich gerne mag und sie empfahl mir etwas.
Ich testete den Olive Gimlet (Gin, grüne Olive, Pink Grapefruit, Zitronenverbene) und den Fig & Tonic (Gin, Feigenblatt, Grapefruit, Fino Sherry, Thomas Henry Dry Tonic).
Beide Drinks waren richtig gut und vor allem der Fig & Tonic war besonders. Man schmeckte wirklich das Feigenblatt heraus.

Drilling
Hier handelt es sich um ein Café, eine Bar und eine Brennerei gleichzeitig (deshalb der Name). Geht man an der Theke vorbei, stößt man auf die Brennanlage, wo nicht nur eigene Zutaten gebrannt werden, sondern auch Produkte im Auftrag.
Das Drilling liegt sehr ruhig in einem Viertel mit vielen Firmen. Draußen sitzt man sehr schön, aber die Innenräume sind auf jeden Fall einen Blick wert. Da hat sich jemand Gedanken um die Gestaltung gemacht! Ein echter Hingucker ist die Bar.
Ich hatte einen Gin Basil Smash, der sehr gut war. Wer sich nicht entscheiden kann, darf auch würfeln und sich so die Zutaten auswählen.
Der Barkeeper war sehr nett, die Drinks sehr lecker.

Wer an warmen Sommertagen so richtig Urlaubsfeeling haben möchte, der besucht eine der drei Beach Bars an der Elbe: Sonnendeck St. Pauli; StrandPauli; Dock 3 Beachclub. Dort kann man die Füße in den Sand stecken, auf den Hafen und die Elbe schauen und auch Kleinigkeiten essen.

Und ein Highlight entdeckte ich zufällig mit Petra. Wir liefen die Reeperbahn entlang bis zu den Tanzenden Türmen und als Fotografinnen schauten wir natürlich das Gebäude genau an. Beim Blick nach oben entdeckte Petra Kissen auf der Terrasse – das sah doch nach Rooftop Bar aus! Und tatsächlich fanden wir das Schild des Clouds am Eingang. Geöffnet wurde die Bar genau 2 Minuten nach unserer Entdeckung. Die Drinks klingen spannend, sind auf jeden Fall von stabiler Qualität. Aber umwerfend ist die Aussicht auf die gesamte Stadt. Sogar von den Toiletten hat man einen unfassbaren Ausblick. Allein dafür lohnt es sich, 2-3 Euro mehr für einen Drink auszugeben. Wer mag, lässt sich im Restaurant eine Etage darunter noch kulinarisch verwöhnen.

Falls ihr mal in Hamburg seid und meine Tipps ausprobiert, freue ich mich über Rückmeldung und eure Erlebnisse. Auch über Hinweise zu weiteren guten Adressen!
Habt eine genussvolle Zeit,
eure Judith






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