Choco-Chunk-Cookies (vegan)


Dieses Wochenende hatte ich ganz viel Besuch. Familie Naschkatze war da und wir haben wunderbare Ausflüge gemacht. Ein Freund aus alten Zeiten war ebenfalls in der Stadt und hatte viel zu erzählen. Bei diesem vollen Programm kam ich erst Sonntag Abend zum Verschnaufen – und nutzte Naschkaters Abwesenheit gleich mal noch zum Backen.

Da ich am Vorabend so große Lust auf Kekse gehabt hatte und es waren keine im Haus gewesen – ja, so was kommt sogar im Hause Naschkatze vor – musste dieser Umstand korrigiert werden. Diese Choco-Chunk-Cookies habe ich in 10 Minuten improvisiert mit dem, was da war und ich finde, das war ein absoluter Glücksfall, denn sie sind perfekt geworden. Genau richtig dick und groß, außen leicht knusprig und innen noch etwas feucht, super schokoladig und nicht zu süß oder fettig. So müssen Schoko-Cookies sein!

Kein Mensch wird merken, dass sie vegan sind (es kamen mal wieder Leinsamen zum Einsatz) und dass nur Vollkornmehl verwendet wurde.
Sie gehen auch blitzschnell! Nur das Kühlen braucht etwas Zeit, aber die kann man nutzen und schon mal die Bleche vorbereiten und die Küche klar Schiff machen.

Für ca. 26 Stück:
150 g Margarine
150 g Zucker
2 Leinsameneier *
3 EL Kakao
1 Msp. Kardamom
250 g Dinkel-Vollkornmehl
1 TL Backpulver
100 g grobe Schokostücke (Zartbitter)

* (2 EL Leinsamen + 6 EL Wasser > cremig püriert)

Margarine, Zucker und Leinsameneier cremig rühren. Kakao, Kardamom, Dinkel-Vollkornmehl und Backpulver in eine Schüssel wiegen, mischen und unter die Fett-Zucker-Mischung rühren. Zum Schluss die Schokostücke einrühren.
Den Teig halbieren, in zwei dicke Rollen formen und ca. 30 Minuten kühlen (ich habe ihn sogar ins Tiefkühlfach gelegt).
Zwei Bleche mit Backpapier belegen und den Ofen auf 180 °C Umluft vorheizen.
Die Teigrollen in ca. 1 cm breite Scheiben schneiden – es sollten insgesamt ca. 26 Scheiben werden. Jede Scheibe kurz mit den Händen 2–3 Mal kneten, bis eine grobe Kugel entstanden ist. Die Teigkugeln mit etwas Abstand aufs Blech legen und sehr flach drücken.
Die Kekse ca. 12 Minuten backen und auf den Blechen auskühlen lassen, da sie heiß noch sehr weich sind.

Hat euch jetzt der Schoko-Hunger gepackt? Dann ab in die Küche und viel Spaß beim Nachbacken!
Ich hoffe, diese Cookies schmecken euch genauso gut wie uns und ihr startet gut in die Woche!
Eure Judith




Banana-Cheesecake-Brownies (vegan)


Nach diesem herrlichen, fast sommerlichen Osterwochenende kam dann diese Woche ja der bittere Absturz. Sturm, Regen und Gewitter – da hat man keine große Lust, nach draußen zu gehen. Was also tut man an diesen Tagen? Als Naschkatze versüßt man sie sich mit dem Stöbern in Backbüchern, bei Pinterest und natürlich mit Backen.

Schon lange hatte ich Lust auf eine Kombi aus Brownie mit einer Art Käsemasse. Für eine vegane Variante war alles da, also tobte ich mich gestern Abend noch mal in der Küche aus – denn wenn der (Nasch)Kater aus dem Haus ist, tanzen Naschkatzen durch die Küche. Oder so ähnlich. =)

Ich fand mein Ergebnis zu flach, falls ihr also auch etwas höhere Schnitten haben wollt, nehmt von beiden Teilen die doppelte Menge, dann werden die Banana-Cheesecake-Brownies schön hoch.
Je nach Geschmack lassen sie sich super variieren. Ideen dazu findet ihr im Rezept.

Für 1 Backrahmen ca. 20×25 cm:
Brownieteig:
170 g Mehl
1 ½ TL Backpulver
100 g Zucker
1 Pr. Salz
1 EL Kakao
1 TL Kardamom, gemahlen
100 g Schokolade, geschmolzen
240 ml Sojadrink
4 EL Öl
Bananen-Käse-Masse:
400 g Sojagurt
25 g Stärke
70 g Zucker
2 EL Öl
1 große Banane, grob zerdrückt
Außerdem:
50 g Mandelblättchen, nach Belieben geröstet
oder
50 g Erdnüsse, geröstet, grob gehackt
oder
einige EL Erdnussmuss

Die trockenen Zutaten für den Teig vermischen, dann das Öl, den Sojadrink und die Schokolade einrühren. Den Backrahmen mit Backpapier auslegen und den Brownieteig hineinfüllen.
Für die Füllung alle Zutaten mit dem Schneebesen verrühren und auf den Schokoteig geben.
Nach Belieben mit Mandeln oder Erdnüssen bestreuen oder einige EL Erdnussmus darauf geben und die Bananenmasse damit leicht marmorieren.
[Wer die Kombi Schokolade und Himbeer mag, kann auch statt Banane TK-Himbeeren in die Käsemasse geben.]
Im vorgeheizten Ofen bei 160 °C 30–40 Minuten backen. Wenn die Käsemasse leicht aufgeht und golden wird, ist der Kuchen fertig. Abgekühlt in Stücke schneiden.

Ich werde mir jetzt noch ein Stück als Nachtisch genehmigen und setze mal den Kaffee auf.
Euch wünsche ich noch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die Woche. Macht es euch schön – egal bei welchem Wetter!
Eure Judith

 

Wenn ihr Brownies lieber klassisch mögt, findet ihr auf dem Blog auch mein Grundrezept für Brownies und eine vegane Variante mit Carob und Aquafaba, die auch mit Kakao funktioniert.

 




Saftiger Apfelmuskuchen mit Walnuss, Schokolade und Tonka


In den letzten Wochen sind Naschkater und ich im Reste-Modus. Wir versuchen, alle Überbleibsel in diversen Schraubgläsern aufzubrauchen, sei es im Kühlschrank, im Vorratsraum oder im Tiefkühlfach. In letzterem liegen noch drei Behälter mit Apfelmus, das Kater im Herbst gekocht hat. Leider war es etwas flüssig geworden und war somit noch mehr, als die Menge an Äpfeln eh schon hergab.

Da wir das Fach dringend mal abtauen müssen, habe ich vorgestern die größte Dose Apfelmus aufgetaut. Als Naschkatzen finden wir Apfelmus als Nachtisch aber eher unbefriedigend und vor allem am Wochenende haben wir Kuchenhunger, also erinnerte ich mich an einen Blogbeitrag von herzelieb. Michaela backte einen Apfelmuskuchen, der unschlagbar saftig sein sollte und unwiderstehlich gut aussah.

Also suchte ich mir das Rezept heraus und legte los. Natürlich entstand wieder eine ganz eigene Version des Kuchens (ich habe Zucker und Fett etwas reduziert und 3 Zutaten ausgetauscht), aber das Ergebnis war wirklich unfassbar saftig und soooo lecker!

Ich habe eine kleinere Guglform verwendet und etwa ein Viertel des Teigs in eine kleine Kastenform gegeben – so konnten wir das Ergebnis probieren, ohne den hübschen Kuchen anschneiden zu müssen. Denn wenn die Qualitätskontrolle bestanden ist, muss das Werk ja noch fotografiert werden. Wenn ihr nur eine Form benutzt, braucht der Kuchen vielleicht noch ein wenig länger, bis er gar ist.

Für 1 Gugl- oder Kranzform:
180 g Zucker
2 Eier
125 g weiche Butter
300 g Apfelmus
300 g Mehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
(½ TL 5-Gewürze-Pulver, nach Belieben)
1 TL Zimt
Ca. ½ Tonkabohne, fein gerieben
70 g Vollmilchschokolade, gehackt
70 g Walnüsse, gehackt
Fett & Mehl für die Form

Die Form fetten und mit Mehl ausstreuen. Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Zucker und Eier schaumig rühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Dann die weiche Butter dazugeben und verrühren. Apfelmus untermischen, dann das mit Backpulver und den Gewürzen vermischte Mehl zufügen und alles zu einem glatten Teig verrühren.
Die Nüsse und die Schokolade unterheben und den Teig in die Form geben. Ca. 50 Minuten backen, sicherheitshalber nach etwa 45 Minuten die erste Stäbchenprobe machen. Den fertigen Kuchen in der Form eine Weile abkühlen lassen, dann stürzen und vollständig auskühlen lassen.
Zum Servieren mit Puderzucker bestäuben oder nach Belieben mit etwas geschmolzener Kuvertüre bestreichen oder beträufeln.

Diesen Kuchen werde ich sicherlich noch öfter backen und ich hoffe, er schmeckt euch genauso gut wie uns!
Ich wünsche euch einen sonnigen und genussreichen Sonntag!
Eure Judith




Luftig-leichte Quinoa-Amaranth-Riegel (vegan)


Heute bleibt der Ofen kalt. Genascht werden dieses Wochenende luftig-leichte Quinoa-Amaranth-Riegel, die ganz einfach und schnell zubereitet sind.
Zu diesem Anlass konnte ich auch endlich mal wieder meine Riegel-Form benutzen, die schon lange im Schrank lag und selten hervorgeholt wurde. Wer keine solche Form besitzt, kann aber auch eine rechteckige Backform nehmen und die fest gewordene Masse zu Riegeln schneiden. Mit einem sehr scharfen Messer oder einem guten Sägemesser sollte das kein Problem sein.

Naschkater fand die Riegel schon ohne Schoki perfekt, ich finde, Schokolade muss sein und außerdem ist es so hübscher – das Auge isst ja immer mit.
Wer mag, kann sie natürlich auch weglassen, dann sind die Riegel wirklich in einer halben Stunde gemacht – Kühlzeit schon eingerechnet.

Ich hätte eventuell noch getrocknete und fein gehackte Cranberries dazu getan, hatte aber keine da. Wer fruchtige Riegel mag, kann das natürlich ausprobieren (dann würde ich vielleicht das Erdnussmus weglassen, auch wenn es nicht sehr vorschmeckt) und mir berichten, wie diese Variante schmeckt.

Für 8 Riegel (ca. 3x2x12,5 cm):
100 g Kakaobutter
3 EL Agavendicksaft
1 EL Erdnussmus
40 g Amaranth, gepufft
20 g Quinoa, gepufft
1 Prise Salz
1 Prise Zimt
80 g Zartbitterschokolade (oder –kuvertüre)

Die Kakaobutter in einer mittelgroßen Metallschüssel über dem Wasserbad zerlassen. Dann das Erdnussmus und den Sirup einrühren und alle anderen Zutaten – bis auf die Schokolade – dazugeben. Alles gründlich vermischen, damit überall Kakaobutter ist. Die Schüssel am besten über dem Wasserbad lassen, dann wird die Masse nicht schon fester.
Die Mischung in Riegel-Formen geben und festdrücken (oder ca. 2 cm hoch in eine eckige Form geben), glatt streichen (am besten mit einem Silikonteigspatel die gesamte Oberfläche sanft festdrücken und glätten) und in den Kühlschrank stellen.
In der Zwischenzeit die Schüssel wieder über den Wasserdampf hängen und die Schokolade zerlassen. Sobald die Riegel fest sind, vorsichtig aus der Form lösen und die Unterseite mit Schokolade bestreichen. Wer mag dekoriert die Oberseite noch mit dünnen Schokoladenstrichen.
Die Riegel am besten in einer luftdicht schließenden Keksdose im Kühlschrank aufbewahren, damit sie nicht weich werden.

Habt ein sonniges Vorfrühlingswochende und macht es euch schön!
Eure Judith




Mandelecken mit Marzipan


Neulich hatte ich urplötzlich gewaltige Lust auf Nussecken. Beim Stöbern auf Pinterest stolperte ich dann wieder einmal über die sagenhaften Fotos vom Zungenzirkus, darunter auch welche mit Nussecken*. Als ich dann las, dass Jörg Crème fraîche und Marzipan verwendet, war die Sache entschieden, denn von beidem hatte ich noch Reste da.

Allerdings lagen in der Vorratskammer nur Mandeln und keinerlei Nüsse, also wurden kurzerhand Mandelecken daraus. Sie sind unglaublich saftig und schmecken herrlich nach Mandeln und Marzipan – ein bisschen wie dieses italienische Mandelgebäck, nur in Eckenform, viel saftiger und mit Schokolade.

Für ca. 40–45 Stück:
Nussbelag
300 g Mandeln, gemahlen
100 g Mandeln, gehackt
100 g Mandelnblättchen
100 g Zucker
120 g Butter
100 g Crème fraîche
5 Tropfen Bittermandelaroma
200 g Marzipan
2 Eiweiß
Mürbeteig
340 g Mehl
160 g Butter
100 g Zucker
2 Eigelbe
1 Prise Salz
1/2 TL Backpulver
2–4 EL kaltes Wasser
4 EL Johannisbeergelee
Außerdem:
350 g dunkle Kuvertüre

Eine Form von ca. 25×35 cm (oder einen Backrahmen auf diese Größe einstellen) mit Backpapier auslegen.
Für den Teig alle Zutaten (bis auf das Johannisbeergelee) rasch zu einem glatten Teig zusammen kneten.
Den Mürbeteig ausrollen und den Boden im Backrahmen damit auslegen.
Für ca. 30 min kalt stellen.
Für den Belag das Marzipan möglichst klein würfeln. Butter in einem Topf schmelzen.
Zucker und Crème fraîche in den Topf rühren und noch mal zum Kochen bringen.
Von der Herdplatte ziehen und Marzipan einrühren, dann Mandeln und Bittermandelaroma dazu geben. Rühren bis sich das Marzipan vollständig gelöst hat.
Die Masse ein paar Minuten abkühlen lassen, dann zügig das Eiweiß unterrühren.
Backofen auf 175° Ober-/ Unterhitze vorheizen.
Johannisbeergelee auf dem Mürbeteig verstreichen. Den Belag mit einem Löffel in kleinen Klecksen auf dem Gelee verteilen und mit einem nassen Löffelrücken glatt
streichen.
Für ca. 25 Minuten backen. Die Oberfläche sollte goldbraun sein. Auskühlen lassen.
Den Kuchen drei Mal längs und 5 Mal quer in ca. 6 cm breite Streifen schneiden, sodass Quadrate entstehen. Diese schräg halbieren.
Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen und die Mandelecken mit den Kanten vorsichtig eintauchen. Überschüssige Schoko mit einem Löffelrücken etwas abstreifen.
Auf einen Bogen Backpapier legen und trocknen lassen.
Die Mandelecken halten sich in einer Dose im Kühlschrank einige Tage ohne trocken zu werden.

Für alle Naschkatzen mit Nussallergie sind diese Mandelecken natürlich perfekt. Wer lieber Nüsse mag, ersetzt die Mandeln oder einen Teil davon – oder probiert mal mein altes Nussecken-Rezept aus (das ist sogar vegan!). In welcher Form auch immer, solche Ecken schmecken eigentlich immer und gerade jetzt, wo trotz herrlichstem Wetter der Herbst spürbar wird, bekomme ich wieder mehr Lust auf warme Aromen wie Mandeln, Nüsse, Schokolade… Seelenfutter eben.
Ist das bei euch auch so?

Ich wünsche euch einen entspannten Abend und eine schöne erste Oktoberwoche!
Eure Judith

* Beitrag enthält Werbung, da Blogger-Nennung