Buchrezension: „Kochen für mich. Restlos glücklich“ von Daniel Kauth


Heute stelle ich euch den letzten Neuzugang in meinem Kochbuchregal vor: „Kochen für mich. Restlos glücklich“ von Daniel Kauth aus dem EMF Verlag. Das Buch enthält „schnelle Genussrezepte für 1 Person“ und hat den Anspruch, schnelle und unkomplizierte Gerichte für den Alltag vorzustellen, von denen man als Single-Koch nicht noch tagelang isst und in denen man wiederum Reste von anderen Gerichten verarbeiten kann.

Da ich ja generell versuche, keine Abfälle in der Küche zu haben, sprich Reste oder Produkte verderben zu lassen, finde ich das einen tollen Ansatz. Und da es genügend Alleinlebende gibt, die wahrscheinlich nicht vier Tage lang das gleiche essen wollen, macht solch ein Buch sicher schon mal viele neugierig.

Inhalt
Der Autor ist gelernter Koch und man merkt auch, dass er Ahnung hat von dem, was er schreibt.
Nach einem kurzen Vorwort beschreibt er, was den Leser erwartet und welche Kategorien von Gerichten es im Buch gibt. Auch Tipps zur Vorratshaltung, zu wichtigen Utensilien, zu cleverer Resteverwertung werden gegeben. Dann folgen einige Seiten mit Grundrezepten und mit Basics zu meal prep.

Gliederung
Gegliedert ist das Buch nach den verschiedenen Kategorien:
Meal Prep
One Pot
Turbo-Rezepte
Soulfood
Fitfood
Klassiker

In jedem Kapitel machen schöne und farbenfrohe Fotos Appetit auf die jeweiligen Rezepte. Die Seiten sind übersichtlich strukturiert: zu jedem Gericht gibt es ein paar Anmerkungen vorweg und Tipps am Rande, wie man hier noch andere Reste verwerten kann. Die Zutaten sind am Rand aufgelistet, die Zubereitung in praktischen Absätzen verständlich erklärt.

Kostprobe?
Besonders köstlich klingen meiner Meinung nach die Gnocchi mit Wow-Effekt (Gorgonzola, geschmorte Apfelspalten, Pinienkerne), die Backkartoffel mit Radieschenquark und Roastbeef-Resten, der Bohnensalat mit Aromen des Mittelmeers und der Auflauf für alle Fälle (Auflauf ist sowieso DER Resteverwertungs-Joker!).
Die Rezepte sind sowohl deutsche Klassiker als auch international, meist sehr simpel, aber mit einem spannenden Twist. Für jeden ist was dabei – egal, ob es gesund und leicht sein soll, ob man deftiges Seelenfutter braucht oder bei der Arbeit Frisches von Zuhause genießen möchte.

Mir gefällt das Buch sehr gut, es macht Spaß, darin zu blättern und man bekommt auf jeden Fall Hunger! Allen, die gerne abwechslungsreich essen, aber nicht immer Rezepte für 4 Personen herunterrechnen möchten, kann ich „Kochen für mich“ nur empfehlen.

Welche Koch- und Backbücher habt ihr neu im Regal stehen? Lagen welche bei euch unterm Weihnachtsbaum? Vielleicht findet ihr ja, dass ich ein Buch auf jeden Fall noch vorstellen sollte – dann hinterlasst mir gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag, ich freu mich von euch zu hören!

Habt eine genussvolle Woche!
Eure Judith

 

 

Daniel Kauth
„Kochen für mich. Restlos glücklich“
160 Seiten, Hardcover
Edition Michael Fischer / EMF Verlag
1. Auflage 2019
ISBN-13: 978-3960934455
20,00 Euro

 

* * Beitrag enthält unbezahlte und unbeauftragte Werbung in Form einer Buchrezension/-empfehlung * *




Buchrezension: „Nur Salat.“ von Éva Bezzegh


Heute möchte ich euch eine neue große Liebe in meiner Kochbuchsammlung vorstellen: „Nur Salat.“ von Éva Bezzegh aus dem Callwey Verlag. In dieses Buch habe ich mich sofort verliebt, als es bei mir ankam!

Beim Lesen der Einleitung fühle ich mich in meine Kindheit zurück versetzt. Die Autorin beschreibt, wie sie als Kind missmutig vor ihren Salaten saß und ihre Mutter schier verzweifelte. Eine schlechte Esserin war ich im Gegensatz zu ihr zwar nie (auch wenn ich als Kind kein Gramm Fett am Körper hatte), aber mit Salat stand ich auch auf Kriegsfuß.
Heute hat sich das grundlegend geändert und ich bin froh, dass das bei Éva Bezzegh auch so war, denn ihre kreativen, bunten und am saisonalen Angebot ausgerichteten Salatideen für jeden Monat machen große Lust, sich durch das ganze Buch zu futtern.

Aufbau & Inhalt
Nach Einleitung und Vorwort werden Piktogramme erklärt, dann folgen einige Seiten über Salatsorten, diverse Zutaten sowie „hilfreiche Ideen“ zu Einkauf, Zubereitung und Abfall und Resten.
Grundsätzlich ist das Buch in 12 Kapitel gegliedert. Zu jedem Monat gibt es eine kurze Einleitung und dann Rezepte, deren Zutaten in dieser Zeit (regional) erhältlich sind.
Die Rezepte stehen auf Doppelseiten und sind wunderschön bebildert. Die Zutaten sind übersichtlich gelistet und die Anleitungen klar und möglichst knapp gehalten.
Am Ende der Seite verraten entsprechende Piktogramme, ob der Salat beispielsweise laktosefrei ist, Fisch oder Eier enthält oder „gut vorzubereiten“ ist.
Zum Schluss gibt es natürlich ein Register und den Dank der Autorin. Hier erfährt man auch etwas über die Entstehung der deutschen Übersetzung: Eher zufällig kam die Autorin auf die Buchmesse Frankfurt und ihr Buch dort in die Hände von Frau Jaumann vom Callwey Verlag, die es gar nicht mehr aus den Händen legen wollte. Der Rest ist Geschichte. Solche persönlichen Geschichten hinter einem Buch mag ich ganz besonders.

Kostprobe?
Fast jeder Salat klingt absolut köstlich und ich könnte mich gar nicht entscheiden, was ich zuerst probieren möchte. Gut, dass man sich an den Monaten und dem regionalen Angebot ein bisschen orientieren kann.
Sehr verlockend klingen der Röstkarotten-Dattel-Salat mit Rucola, der Couscoussalat mit gegrilltem Lachs, getrockneten Aprikosen und Orange oder der Salat mit gebratenem Radicchio und Chicorée, Gorgonzola und Kirsche.
Schön finde ich auch, dass manche Salate nicht roh und kalt, sondern auch mal lauwarm oder warm sind und dass für absolut jeden Geschmack etwas dabei ist. Die Basis ist nicht nur Grünzeug, sondern auch mal Fisch oder Fleisch, Bulgur oder Brot.

Die Autorin versteht ihre Rezepte auch eher als Inspiration, an die man sich keinesfalls sklavisch halten muss, sondern man soll abenteuerlustig und fantasievoll kombinieren.
Für alle Salat-Fans oder die, die es werden wollen, ist dieses Buch das absolute Must-have! Jetzt, da Weihnachten vor der Tür steht, ist es zudem ein wunderbares Geschenk für Genussmenschen.

Ich hoffe, ihr seid nun neugierig auf dieses kleine Kunstwerk!
Habt eine genussvolle Woche – vielleicht ja mal mit einem bunten Salat nach all den Plätzchen? ;)
Eure Judith

 

„Nur Salat.“ von Éva Bezzegh
Callwey Verlag
Gebunden
320 Seiten
ISBN: 978-3-7667-2442-7
39,95 Euro

 

** Dieser Beitrag enthält unbezahlte und unbeauftragte Werbung in Form einer Buchvorstellung und Verlinkung **
Das Foto des Covers wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.




Buchrezension: „Vegetariana. Gemüserezepte aus den Küchen Persiens“ von Sabrina Ghayour


Braucht die Welt noch mehr Kochbücher? Diese Frage stellte mir am Freitag ein Fotograf, bei dem ich Portraits von mir für mein aktuelles Buchprojekt machen ließ. Ich hatte ihm erzählt, wofür die Bilder seien und dass ich Kochbücher übersetze und auch sammele.
Meine Antwort? Natürlich! Die Welt kann nie genug schöne Kochbücher haben!
Kochen und Essen ist für mich eine der schönsten Dinge überhaupt und dass Essen Menschen verbindet und glücklich macht, steht wohl außer Frage.

Und deshalb gibt es heute eine weitere Buchvorstellung: „Vegetariana. Gemüserezepte aus den Küchen Persiens“ von Sabrina Ghayour ist ein wunderschönes Buch, das man auf seine Weihnachtswunschliste setzen oder selbst verschenken kann.
Das über 200 Seiten starke, sehr farbenfrohe Buch macht schon beim ersten Durchblättern Appetit. Jedes Rezept ist bebildert und zwischen den Rezepten oder Kapiteln findet man immer wieder stimmungsvolle Foodfotos.

Gegliedert ist das Buch in 9 Kapitel, die die ganze köstliche Spannweite vegetarischer persischer Küche umfassen:

Zu jedem Rezept schreibt die Autorin ein paar persönliche Worte – Erinnerungen, die sie mit dem Gericht verbindet, historische Details zum Gericht oder Zutaten, oder wie das Gericht entstanden ist.
Die Rezepte sind in klare Arbeitsschritte gegliedert und sehr übersichtlich gestaltet.

Kostprobe gefällig?
Unbedingt ausprobieren möchte ich „Grünkohl-Kuku mit Pinienkernen“ (eine Art Frittata), die „weltbesten Toasts“ mit Halloumi, Zwiebel, Tomate, Harrisa und Honig, „Roter und weißer Reissalat mit Butternusskürbis & Granatapfel“, „Pecorino-Wirsing-Reis mit Zitrone und schwarzem Pfeffer“ und den „Ras-el-hanout-Buttermilchkuchen mit Rosen-Glasur“.

Klingt vielseitig und sehr verführerisch, oder? Ich finde, dieses Buch bietet großartige, kreative vegetarische Gerichte, bei denen hoffentlich niemand Fleisch vermissen wird und an denen jeder Liebhaber vegetarischer Küche seine Freude haben wird.

Ich freue mich schon auf viele aromatische Gaumenfreuden und hoffe, ihr habt jetzt Lust auf unkomplizierte und doch exotische Rezepte!
Habt eine genussvolle Woche!
Eure Judith

 

 

Sabrina Ghayour
Vegetariana. Gemüserezepte aus den Küchen Persiens
ISBN: 978-3-88117-215-8
Verlag: Hölker Verlag
Seiten: 240
Hardcover
28,00 €

** Beitrag enthält unbezahlte Werbung in Form einer Produktnennung/Buchvorstellung **

Das Foto des Buchcovers wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt




Buchrezension: „Das Blechkochbuch. 1 Blech – 50 Gerichte“ von Kate McMillan (Callwey Verlag)


Heute stelle ich euch „Das Blechkochbuch. 1 Blech – 50 Gerichte“ von Kate McMillan vor. Ich liebe ja Callwey-Bücher (und zwar nicht nur, weil ich für den Verlag arbeite)! Sie sind immer wunderschön gestaltet und bis ins kleinste Detail liebevoll durchdacht.

Das Konzept dieses Buchs finde ich persönlich super und einfach mal ganz anders. One pot-Gerichte gibt es viele, 1-Blech-Gerichte nicht. Auf dem Cover steht „Maximaler Genuss bei minimalem Aufwand. 50 Rezepte für Fleisch- und Fischliebhaber sowie für Vegetarier“.

Vor allem in der kalten Jahreszeit, in der man gerne mal den Ofen anwirft, finde ich solche Blechgerichte absolut verlockend!

Inhalt und Gliederung

Los geht es im Buch mit Basics. Die Vorteile dieser Zubereitungsart werden aufgeführt, danach gibt es Tipps für die Zubereitung und die Verwendung und Pflege der Bleche.

Gegliedert ist das Buch in drei Teile: Fleisch, Fisch & Meeresfrüchte und Gemüse.

Jedes Kapitel beginnt mit einer Übersichtsseite, auf der alle Rezepte mit Seitenzahlen aufgeführt werden – so bekommt man gleich eine tolle Übersicht und kann gezielt nach Fleisch-/Fisch-/Gemüsesorten suchen oder das ansteuern, was einem ins Auge springt.

Die meisten Rezepte sind bebildert, so dass man oft eine Doppelseite pro Rezept hat. Die Rezepte selbst sind sehr übersichtlich gestaltet: Ein kurzer Text über die Besonderheiten des Gerichts oder mit Tipps und Alternativen, der Titel, am Seitenrand die Zutaten und die Arbeitsschritte mit Nummern in sinnvolle Absätze gegliedert.

Kostprobe gefällig?

Die Fotos machen definitiv Appetit auf fast alle Gericht im Buch! Zum Beispiel die Gefüllte Paprika nach mexikanischer Art mit Chili-Süßkartoffeln. Oder der Eichelkürbis mit Lammhackfleisch & Granatapfelkernen. Oder Fisch mit Fenchel, Zitronen & Chimichurri-Sauce. Auf jeden Fall ausprobieren möchte ich auch die Gefüllten Auberginen auf dreierlei Art.

Das Buch ist optisch schon mal ein Augenschmaus und ich bin sicher, da warten viele Gaumenfreuden darauf, ausprobiert zu werden! Ich freue mich schon aufs brutzeln. Und hoffe, ihr habt Lust bekommen, auch mal reinzublättern.

Habt eine genussvolle Woche!

Eure Judith

 

 

Kate McMillan
DAS BLECHKOCHBUCH

1 Blech – 50 Gerichte
2017. 112 Seiten, 64 Farbfotos
19 x 22,4 cm, gebunden
[D] 20,00 / € [A] 20,60 / sFr. 28,90
ISBN: 978-3-7667-2284-3

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Buchrezension: „Last minute baking. Backen für Spontane“ von EMF


Nach langer Buch-Pause möchte ich euch in den kommenden Wochen in loser Folge mal wieder die schönsten Neuzugänge in meiner Back- und Kochbuchsammlung vorstellen.
Starten werde ich heute mit „Last minute baking. Backen für Spontane“ von EMF.

Das 90 Seiten starke Buch richtet sich vor allem an Menschen, die selten backen und einfache Rezepte mit wenigen Zutaten brauchen, mit denen sie gelingsicher in kurzer Zeit etwas Schönes zaubern können.
Dementsprechend beginnt das Buch auch mit „Basics“, die ein Backprofi meiner Meinung nach getrost überblättern kann. Für Ungeübte können sie aber hilfreich sein, denn da finden sich neben Tipps zum besseren Gelingen auch Tricks, wie man Pannen vielleicht noch beheben/verstecken kann.

Die 41 folgenden Rezepte sind in der Tat meist recht einfach zu backen und von den Zutaten her oft spontan mit Vorräten herzustellen.
Die Hefeteigrezepte brauchen vielleicht ein bisschen mehr Zeit und auch Erfahrung, aber dafür punkten sie meist mit wenigen Zutaten, die man fast immer zuhause haben sollte.
Gegliedert sind die Zutaten und Anleitungen einfach und übersichtlich.

Geschmacklich dürfte für jeden etwas dabei sein. Ob einfache Kekse, Käsekuchen mit Baiserhaube oder Donuts aus dem Ofen – die Mischung ist super und vielfältig. Die Fotos machen auf jeden Fall Appetit und sowohl Experimentierfreudige als auch konservative Naschkatzen sollten viele Rezepte finden, die sie ausprobieren möchten.

Was mir ein bisschen fehlt ist die persönliche Note. Da steht nirgends ein Autor, kein Vorwort, keine Anmerkung zu den Quellen der Rezepte. Wenn man sich in der Blogosphäre und ihrer Bilderwelt auskennt, fallen einem vom Stil her Bilder auf und im Impressum bei den Rezeptquellen Namen auf – da stecken mehrere Blogger dahinter, die jedoch außer ganz kleingedruckt im Impressum keine Erwähnung finden. Bei einer Sammlung von Blogrezepten hätte ich es schön gefunden, zu erfahren, welches Rezept von wem stammt, vielleicht auch ein paar Worte über die Blogs und Blogger zu lesen.

Davon abgesehen ist das Buch aber eine schöne Sammlung leckerer Rezepte, mit denen auch Ungeübte und fürs Backen eher mäßig Ausgestattete gut klar kommen sollten.
Ich mag das Buch und hoffe, ihr habt nun Lust bekommen, darin zu blättern!

Genussvolles Schmökern wünscht euch eure
Judith

 

Last minute baking. Backen für Spontane
EMF Verlag
ISBN: 978-3-96093-444-8
15,00 Euro

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